Gravel Desert & Sea Otter: Esmee Peperkamp over haar nieuwe gravelavontuur en liefde voor de fiets

Gravel Desert & Sea Otter: Esmee Peperkamp über ihr neues Gravel-Abenteuer und ihre Liebe zum Radfahren

In „Unpaved Chronicles“ tauchen wir ein in die Welt des Gravel-Racings. Diese rasant wachsende Disziplin vereint das Abenteuer Offroad-Fahren mit der Intensität eines Rennsports. Kein glatter Asphalt, sondern Schotterpisten, steile Anstiege und unberechenbares Terrain. Immer mehr Fahrer zieht es zu dieser Mischung aus Ausdauer, Technik und Taktik. Jedes Rennen ist geprägt von einem harten Kampf um Podiumsplätze und die Qualifikation für die Gravel-Weltmeisterschaft.

Wir begleiten die Fahrer von Airom.cc bei UCI-Rennen im In- und Ausland hautnah. Von der Vorbereitung bis zum Ziel, vom Schlamm bis zur Medaille – das ist Gravel aus ihrer Perspektive.

Eine dieser Fahrerinnen ist Esmee Peperkamp. Normalerweise für das Team Picnic-PostNL auf der Straße unterwegs, hat sie sich kürzlich dem Gravel-Radsport verschrieben. Mit drei Podiumsplätzen in Folge hat sie gezeigt, dass sie sich in dieser Disziplin schnell wohlfühlt.

Wie ein spontaner Plan dem Radfahren neue Freude schenkte

Wie kam sie eigentlich zum Gravel-Radsport? Ganz einfach: „Ein paar Tage vor dem Gravel One Fifty im Juli fragten die Jungs von Airoman: ‚Hey, warum fährst du nicht einfach mit uns beim Gravel One Fifty mit?‘“ Keine verrückte Idee, nur besaß Esmee damals noch gar kein Gravelbike. Doch das änderte sich schnell. „Ein Freund von mir hat einen Fahrradladen und hatte ein günstiges Rad, das ich mir leihen konnte. Letztendlich war das Gravel One Fifty ein Desaster für mich, aber ich hatte schon lange nicht mehr so ​​viel Spaß am Radfahren! Also rief ich nach dem Rennen sofort meinen Freund an und fragte ihn, ob ich mir das Gravelbike ausleihen könnte. Seitdem ist meine Liebe zu dieser Disziplin – und zum Radfahren im Allgemeinen – nur noch gewachsen!“

Der Charme von Kies: ehrlich und pur

Nach jahrelanger Erfahrung im Straßenrennsport war der Wechsel auf die breiten Reifen für Esmee eine ziemliche Umstellung. Esmee: „Ich denke, der größte Unterschied ist, dass es ein sehr fairer Sport ist. Wer körperlich, mental und technisch am stärksten ist, gewinnt. Es ist außerdem ein Einzelsport, kein Mannschaftssport, was die Renndynamik stark verändert.“ Besonders positiv findet sie die Atmosphäre bei den Rennen: „Ich glaube, alle fühlen sich stärker verbunden. Wir teilen die gleiche Leidenschaft und sitzen im selben Boot; wir wissen alle, dass es eine echte Herausforderung wird, haha!“

Neben der technischen Herausforderung, die Gravelbiken bietet, hat es für Esmee noch viel mehr zu bieten. Nämlich die Fähigkeit, auf ihren Körper zu hören und manchmal sogar loszulassen. „Normalerweise bin ich beim Training super strukturiert und perfektionistisch. Dann konzentriere ich mich hauptsächlich darauf, die Wattzonen einzuhalten und die geplanten Einheiten durchzuziehen. Auf dem Gravelbike genieße ich vor allem das wunderbare Gefühl von Freiheit und die wunderschöne Umgebung. Mental ist es viel einfacher, und deshalb komme ich auch an einem schlechten Tag gut gelaunt nach Hause.“ Da der Frauenradsport immer professioneller wird und Details immer wichtiger werden, ist dieser letzte Punkt für Esmee besonders wichtig. „Das Gefühl der Freude am Radfahren zu bewahren. Meiner Meinung nach ist das der einzige Weg, eine nachhaltige Radsportkarriere zu verfolgen.“

Kieswüste: Leiden und Herrschen

Für Esmee steht der Spaß an erster Stelle, und so reist sie derzeit durch Europa, um an spannenden Gravel-Rennen teilzunehmen. Letztes Wochenende landete sie in Spanien, wo sie beim Gravel Desert, einem Rennen der Gravel Earth Series, an den Start ging. Da sie nur auf zwei UCI-Serien zurückgreifen konnte, war sie sich unsicher, was sie erwarten würde. „Einerseits wusste ich, dass ich die stärkste Fahrerin am Start war, andererseits habe ich mit Abstand die wenigsten Erfahrungen und kenne die großen Namen der Gravel-Szene noch nicht. Deshalb bin ich unvoreingenommen an die Sache herangegangen und habe einfach losgelegt.“ Sie betont erneut: „Der Spaß stand im Vordergrund.“ „Ich sehe die Gravel-Rennen als großartige Gelegenheiten, Fehler zu machen und daraus zu lernen, damit ich sie nächstes Jahr nicht bei einem großen Straßenrennen (oder Gravel-Rennen) wiederhole!“

Gravel Desert bestand aus zwei Veranstaltungen, wobei am Freitag ein Einzelzeitfahren den Auftakt bildete. Die rund 14 Kilometer lange Strecke war anspruchsvoll und technisch sehr komplex. Esmee: „Ich bin bewusst kein Risiko eingegangen und hatte daher immer die Kontrolle. Mein Ziel war es, voll konzentriert zu bleiben und keine Fehler zu machen. Das ist mir gelungen, und ich bin sehr zufrieden.“

Weniger erfreulich war, dass das Zeitfahren am Freitagabend stattfand und am Samstagmorgen um acht Uhr bereits die „Hauptetappe“ vor ihnen lag: 155 Kilometer mit 1.300 Höhenmetern. Ohne vorherige Streckenbesichtigung wusste Esmee nicht, was sie erwarten würde. Doch das Terrain lehrte sie schnell, dass es einfach nur extrem anstrengend werden würde. „Keine der Straßen war eben, was es unglaublich hart machte.“ Schon beim ersten richtigen Anstieg beschloss Esmee, ihr eigenes Tempo zu fahren, was ausreichte, um alle anderen abzuschütteln. „Dann habe ich einfach Vollgas gegeben. Viereinhalb Stunden lang bin ich in gleichmäßigem Tempo gefahren und habe keine Fehler gemacht. Irgendwann hörte ich, dass ich etwa zehn Minuten Vorsprung hatte. Das war hilfreich, denn so geriet ich nicht in Panik, als ich mich verfahren hatte und in der letzten halben Stunde ein leichter Hunger aufkam.“

Ein souveräner Sieg in beiden Wettbewerben – Bestätigung oder Überraschung? Laut Esmee beides: „Insgeheim war es eher eine Bestätigung. Aber ich hatte nicht erwartet, mit einem so großen Zeitunterschied gegen echte Sandplatzspezialisten zu gewinnen.“

Seeotter Europa: die nächste Herausforderung

Heute stellt sich Esmee einer neuen Herausforderung: der UCI Gravel World Series Sea Otter Europe in Girona. Trotz ihrer starken Leistungen in den letzten Rennen ist die Straßenradfahrerin noch etwas nervös. „Ich habe sicherlich einige Erwartungen geweckt, und es sind viele starke Straßen- und Gravel-Fahrerinnen am Start. Andererseits sehe ich es auch als eine spannende und spaßige Herausforderung und eine Chance, dazuzulernen.“

Wer die Herausforderung nicht annimmt, kann auch nicht scheitern, oder?

„Ich bin außerdem zuversichtlich, dass ich gegenüber anderen Radfahrern einen technischen Vorteil habe, da ich in letzter Zeit hauptsächlich technisch anspruchsvolle Rennen gefahren bin. Es wird jedoch Fahrer geben, die in Abfahrten mehr Risiken eingehen als ich…“

Anders als letztes Wochenende kennt Esmee die Strecke jetzt. Ihr Fazit? Sie ist anspruchsvoll und technisch. „Die Abfahrten sind extrem heikel und holprig, die Anstiege sehr steil. Schon der Start ist hart; hier werden große Unterschiede ausgemacht.“

Leistungsziele sind toll, aber persönliche Ziele sind genauso wichtig. Für Esmee lauten sie: „Ich möchte unbedingt wieder mit einem guten Gefühl ins Ziel kommen (auch wenn ich total am Ende bin). Mein Ziel ist es, die Kontrolle zu behalten und keine technischen Fehler zu machen; konzentriert zu bleiben während des gesamten Rennens. Mein größtes Problem in den letzten Rennen war, dass ich im Vergleich zur Konkurrenz viel Energie verschwendet habe, weil ich alleine an der Spitze gefahren bin. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber es hat mich über meine Grenzen gebracht, was zu Heißhunger geführt hat, und ich hatte noch keine Gelegenheit, meine Verpflegungsstrategie richtig zu trainieren. Daran zu arbeiten, hat für dieses Rennen oberste Priorität.“ Und wenn alles gut läuft, erwartet sie nach dem Rennen ein wohlverdientes Stück Kuchen und Kaffee. „Haha, ja, darauf freue ich mich schon!“

Airoman.cc für besseren Halt

Obwohl Esmee noch nicht lange auf Gravel-Strecken unterwegs ist, hat sie bereits ein unverzichtbares Accessoire in ihre Ausrüstung aufgenommen. „Ich bin nicht abergläubisch, sondern eher praktisch veranlagt, und die Airo-Langfingerhandschuhe von Airoman sind genau das, was ich brauche. Mir passieren ab und zu Unfälle, bei denen meine Hände und Finger ohne Schutz nicht gut wegkommen, aber mit diesen Handschuhen wird mir das ganz sicher nicht passieren!“

Möchtest du über Esmee (und andere Airoman.cc-Fahrer) auf dem Laufenden bleiben? Folge uns auf Instagram. @airomaniacyclingclub oder lesen Sie demnächst mehr auf Airoman.cc !

Zurück zum Blog