Madison, Scratch-Rennen, Punktefahren und Teamsprint – das sind nur einige der vielen Disziplinen des Bahnradsports. Auf der Holzbahn, wo hohe Geschwindigkeiten herrschen und jede Runde zählt, treffen Technik, Timing und Teamwork aufeinander. Die ständige Suche nach aerodynamischen Vorteilen macht den Sport noch komplexer, insbesondere bei mehrtägigen Veranstaltungen, bei denen die Disziplinen in rasantem Tempo absolviert werden. Hier ist Velodrome Voices: Wir sprechen mit Bahnradfahrern über ihre Rennen, Rituale und alles, was dazugehört.
Atmosphäre während der sechs Tage
Die Rotterdam Six Days. Das ultimative Rennen mit Atmosphäre, Zuschauern und Spitzensport – eine Woche, auf die Bahnradfahrer jedes Jahr fiebern. Jenna van Tongeren vom Team MTD Woman Cycling in Airoman-Ausrüstung bringt es auf den Punkt: „Bahnradsport ist eher klein; wir haben Glück, wenn bei einer nationalen Meisterschaft hundert Zuschauer da sind. Und bei den Six Days sind die Tribünen rappelvoll!“ Sie hält kurz inne, bevor sie fortfährt: „Als Radfahrerin bei den Six Days dabei zu sein, ist wirklich unvergleichlich. Die Leute machen Platz für dich und zeigen deutlich ihre Begeisterung für deinen Sport. Es ist einfach großartig, dass man seiner größten Leidenschaft vor anderen Gleichgesinnten nachgehen kann!“
Justus Willemsen, der für Merida Adelaar Tifosi DT fährt, stimmt Jenna in Bezug auf die Atmosphäre zu. „Samstag ist besonders toll; es ist unser letzter Tag als Talente und gleichzeitig unser Familientag. Wenn man angreift, wird man lautstark angefeuert!“
Kampf für Gewinn und persönliche Weiterentwicklung
Vor den Six Days hatte Jenna nur ein Ziel: sich im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern. „Damals hatte ich null Punkte, also wollte ich es diesmal besser machen.“ Und das gelang ihr mit Bravour. Besonders im abschließenden Punktefahren, wo sie eine Runde gutmachte und von 5 auf 29 Punkte kam. „Je länger die Six Days dauerten, desto besser wurde ich.“ Trotzdem fügt sie hinzu: „Es hätte definitiv besser laufen können, aber das sagt man ja fast immer.“ Wo lag ihr Verbesserungspotenzial? „Das ist schwer zu sagen. Ich habe hauptsächlich verschiedene Taktiken ausprobiert, die mal besser, mal schlechter funktionierten. Es war eine Art Versuch-und-Irrtum-Phase .“
Sie nimmt all ihre Erfahrungen und Eindrücke mit in die Zukunft. „Sei es für die anstehenden Wettkämpfe – die nationalen Meisterschaften finden Ende Dezember statt – oder einfach für den Rest meiner Karriere.“
Justus kam mit großen Ambitionen zu den Six Days, oder für ihn den Five Days: „Ich bin gekommen, um zu gewinnen, denn in den letzten Jahren bin ich schon zweimal Zweiter geworden und habe sogar einmal gewonnen.“ Insgeheim hatte er gehofft, dieses Jahr in der Eliteklasse starten zu können. Daraus wurde letztendlich nichts, obwohl er als Ersatzfahrer auf der Liste stand . „Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr, oder?“ Auf die Rennen blickt Justus mit gemischten Gefühlen zurück: „Wir sind mit einem Sieg in den ersten Tag gestartet, das war schön. Nur am zweiten Tag hat mein Teamkollege ein paar Punkte an unsere Konkurrenten verloren, sodass wir aufholen mussten.“ Schließlich belegten Justus und sein Teamkollege in den verbleibenden Rennen jeweils den zweiten Platz, knapp hinter dem Schweizer, der auch die Gesamtwertung gewann. „Im letzten Madison hatten sie bereits 100 Punkte erreicht, was ihnen eine freie Runde Vorsprung verschaffte. Wir haben versucht anzugreifen, aber sie waren einfach stärker.“
Justus gab zu, körperlich in guter Verfassung zu sein. „Die größten Verbesserungspotenziale lagen in der Technik. Unsere Übergaben im Madison Square Garden funktionierten einfach nicht so gut, was viel Kraft kostete.“ Kein Wunder, schließlich hatten Justus und sein Partner erst einmal zusammen trainiert. „Weil ich weiß, dass die Schweizer deutlich stärker waren, kann ich das akzeptieren. Aber zufrieden? Nein, ganz bestimmt nicht.“
Späte Abende und rund um die Rennbahn
Die Sechstagerennen fanden wie immer bis spät in den Abend statt. Obwohl Justus als Nachwuchsfahrer als Erster an den Start ging, trainierte er bis spät in die Nacht, da er nur Ersatzfahrer für die Elite war. „Oft war es fast zwei Uhr nachts, bis ich überhaupt ins Bett kam.“ Deshalb freute er sich, dass es für die Fahrer ein spätes Frühstück gab. „So konnten wir noch bis 10 oder 11 Uhr schlafen.“ Die Zeit zwischen Frühstück und Rennstart nutzte er für eine Stunde Aufwärmen auf dem Rad und vor allem für eine gute und reichliche Mahlzeit. „Und dann, am späten Nachmittag, ging es wieder auf die Bahn zum Rennen!“
Airoman.cc für die Grenznutzen
Sowohl Jenna als auch Justus fuhren ihre Rennen mit Airoman-Handschuhen, Aero-Socken und Aero-Überschuhen. Jenna: „Sie haben das gesamte Turnier überstanden, sogar das Ausspülen zwischendurch. Das kann ich von vielen anderen Marken nicht behaupten.“ Sie testete sie sogar im Windkanal, wo die Socken und Überschuhe in puncto Aerodynamik deutlich abschnitten. Auch Justus ist von den Produkten begeistert. Besonders die Handschuhe erhalten Lob: „Ich habe oft Probleme mit Handschuhen; sie sind oft unbequem. Aber die von Airoman.cc sind fantastisch.“ Er fügt hinzu: „Und wenn man mit schicken weißen Überschuhen an der Startlinie steht, ist man definitiv besser gelaunt!“
Kurzer Überblick
Die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen eines qualitativ hochwertigen Trainings für beide Fahrerinnen vor den nationalen Meisterschaften. Jenna fügt hinzu: „Ich möchte auch meinen Schlafrhythmus wieder in den Griff bekommen, denn sechs Tage hintereinander erst um zwei Uhr nachts ins Bett zu gehen, verursacht mir definitiv einen gewissen Jetlag.“
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